Über unsUnsere Geschichte

Wenn Du die Dinge nicht verĂ€ndern kannst, dann musst Du Deine Einstellung zu den Dingen Ă€ndern – und damit Dich selbst.

Diese Erkenntnis stand am Anfang – noch vor GrĂŒndung der HĂ€uslichen Pflegedienste Christine Kern.

Eine der Überzeugungen von Christine Kern ist auch, dass Arbeit mehr ist wie nur Mittel zum Zweck – Arbeit muss Lebensinhalt sein, die QualitĂ€t der Arbeit ist auch ein großes StĂŒck LebensqualitĂ€t!

Mit diesen Grundmotivationen gab Christine Kern ihre FĂŒhrungsposition in einem großen Klinikum auf, um sich und ihre Ideen selbstbestimmt zu verwirklichen, was in Systemen wie im bisherigen Arbeitsumfeld kaum möglich war. Dabei nahm sie auch billigend in Kauf, ein hohes Maß an Sicherheit hinter sich zu lassen: Eine gehobene Position im öffentlichen Dienst aufzugeben, um sich einem Markt zu stellen, der noch in den Kinderschuhen steckte: Der Pflegemarkt…

Die besondere Herausforderung war, sich auf Neuland zu begeben, wo es noch keinerlei Erfahrungen gab: in privater TrĂ€gerschaft und als private Initiative war Christine Kern unter den ersten privaten Pflegediensten in Baden–WĂŒrttemberg – eine Pionierzeit begann!

Entsprechend viele Unkenrufe waren erste Wegbegleiter:

Pflege ist keine Privatsache! Pflege und Wirtschaftlichkeit ist ein Widerspruch! Pflege ohne Subventionen ist nicht leistbar! Da kann was nicht mit rechten Dingen zugehen… und… und… und…

Jetzt erst recht – waren die Antreiber fĂŒr Christine Kern bei diesen „Bedenken“. Sie machte sich auf, ihre Überzeugungen zu leben und all den WiderstĂ€nden mit ĂŒberzeugender Leistung Paroli zu bieten – Schritt fĂŒr Schritt.

Pflege als Dienstleistung zu begreifen, die den Gesetzen der freien Marktwirtschaft unterliegt, war von Anfang an klares VerstĂ€ndnis zur eigenen Arbeit und eines der Anforderungsmerkmale fĂŒr kĂŒnftige Mitarbeiter- Innen.

Dabei steht das Interesse von Patienten und deren Angehörigen im Vordergrund, das wiederum in Einklang zu bringen ist mit den Anliegen und Vorgaben der behandelnden Ärzte und KostentrĂ€ger.

Die ersten Patienten versorgte Christine Kern im Alleingang in Freiburg Herdern und Gundelfingen – zur Freude und Abwechslung der Patienten oftmals den 2-jĂ€hrigen Sohn Manuel im Schlepptau – auch das war eine innovative Form, Familie und Beruf unter einen Hut zu bringen!

Schon nach wenigen Monaten wurden die ersten Mitarbeiter eingestellt. Die Prinzipien hierzu waren klar: Das Staatsexamen war – und ist bis heute – wichtigste Grundvoraussetzung, eine zentrale Botschaft lautet: „Pflege braucht Persönlichkeiten“ Patienteninteressen hatten gegenĂŒber den persönlichen Mitarbeiterinteressen grundsĂ€tzlich „Vorfahrt“ – zur damaligen Zeit fĂŒr viele PflegekrĂ€fte eher Provokation wie SelbstverstĂ€ndnis!

Als „Privater“ galt es, zu beweisen, dass professionell gearbeitet wird und die Patienten in allerbesten HĂ€nden sind. Der Wettbewerb hatte begonnen – das war 3 Jahre vor der Pflegeversicherung! Die Öffentlichkeit verfolgte die Entwicklung der Pflege mit zunehmenden Interesse. QualitĂ€t in der Pflege wurde von vielen Seiten hoch gepriesen – jeder war der Beste… bei uns galt deshalb, unter Beweis zu stellen und zu dokumentieren, dass unsere Arbeit wirklich gut war.

Schon im 2. Jahr nach GrĂŒndung stellte sich der HĂ€usliche Pflegedienst Christine Kern freiwillig den harten Kriterien einer QualitĂ€tsjury und wurde als erster Pflegdienst ausgezeichnet mit dem GĂŒtesiegel fĂŒr ambulante Dienste.

Christine Kern schaffte Transparenz und setzte sich selbst mit Ihrem Betrieb ins Glashaus – ein natĂŒrlicher Zwang zur professionellen Arbeit und die fortlaufende Dokumentation qualitĂ€tsgeprĂŒfter Pflegeleistungen war die Folge – bis heute wird im 2-jahres-Rhytmus das gesamte Spektrum von externen Fachleuten geprĂŒft und bewertet. So haben Patient und Angehörige ein Höchstmaß an Sicherheit, eine wertvolle Handhabe und Orientierung.

Mit den Anforderungen in der Pflege stiegen fĂŒr Christine Kern als Unternehmerin auch die Anforderungen an Personalentwicklung und MitarbeiterfĂŒhrung.

Historisch bedingt waren bisher PflegekrĂ€fte in ihrem SelbstverstĂ€ndnis dem Begriff der modernen, anspruchsvollen Dienstleistung eher fern – gegenĂŒber ökonomischen Aspekten – und dies gar im Einklang mit den Softskills – begegneten viele qualifizierte und engagierte Menschen in diesem Berufsstand mit ablehnenden Grundhaltungen, grundsĂ€tzlicher Skepsis bis hin zu massiven WiderstĂ€nden.

Ein Paradigmenwechsel begann – und damit eine der grĂ¶ĂŸten Herausforderungen in einem „neuen Markt“ – der Pflegemarkt und die Zukunft einer neuen Sozialwirtschaft hat begonnen. Die Ressource Mensch und Mitarbeiter ist mehr denn je Dreh – und Angelpunkt im „Sein oder nicht sein“ dieser Art von – meist jungen – Betrieben.

Personalentwicklung rĂŒckt somit ins Zentrum allen Tuns und bindet mehr und mehr Ressourcen. Das Engagement um MitarbeiterInnen und deren Qualifikationen und persönlichen Entwicklungen beansprucht den gleichen Anteil wie die Versorgung der Patienten.

Mit LerntourÂź entstand eines der innovativsten Personalentwicklungs- konzepte fĂŒr PflegefachkrĂ€fte. Die Kernbotschaften der LerntourÂź sind eigenverantwortliches und selbstorganisierendes Lernen als „Dauerzustand“ im Berufsalltag.

Die Kommunikationskultur im Team ist darauf ausgerichtet, die Praxis mit all ihren Ecken und Kanten als Chance zum Lernen und eigener Weiter- entwicklung zu begreifen, sich wechselseitig qualifizierte RĂŒckmeldungen zu geben, die sich ausschließlich an Sachverhalten orientieren. Ein Höchstmaß an gegenseitigem Respekt ist genauso elementar wie die Bereitschaft und FĂ€higkeit zur konstruktiven Kritik.

Wir bleiben nur gut, wenn wir immer besser werden wollen…

Diese Überzeugung setzt voraus, sich selbst immer wieder durch kritisches Hinterfragen unbequem zu sein und ein eigenes, unbĂ€ndiges Wollen am persönlichen weiterkommen in sich zu tragen.